Thun-Hohenstein (MAK) widmet sich KLimaschutz und fordert Offenlegung von umweltkosten

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Portrait des neune Direktos Thun-Hohenstein

Thun-Hohenstein (MAK) widmet sich KLimaschutz und fordert Offenlegung von umweltkosten

Der neue Generaldirektor des Museums für Angewandte Kunst setzt sich für die ökologische Ausgestaltung von Fortschritt ein

Das MAK gab bereits im Juni bekannt, seine Galerie zur CREATIVE CLIMATE CARE GALLERY umzuwidmen und in den kommenden Jahren ausschließlich Präsentationen zu Klimaschutz und der generellen Ökologie-Krise zu zeigen. Im online-Magazin „Formfaktor“ wird aus dem Grundsatzpapier des neuen Generaldirektors und wissenschaftlichen Geschäftsführers des MAK, Christoph Thun-Hohenstein zitiert. „In diesem Grundsatzpapier geht es nicht nur um die Klimakrise, sondern generell um eine Neugestaltung von Fortschritt und im Grunde um die Zukunft der Menschheit. Thun-Hohenstein geißelt darin den Lebensstil der Massenkonsumgesellschaft und die auf die Ausbeutung natürlicher Ressourcen basierende Produktions- und Wirtschaftsweise. Er fordert eine radikale Veränderung. Die dafür notwendigen Schritte müssten den Menschen allerdings schmackhaft gemacht werden – und zwar auf glaubwürdige Weise. Thun-Hohenstein tut dies, indem er mit Worten wie Klimaschönheit und Klimaharmonie, positiv besetzte Bilder für diese Veränderungen evozieren möchte und eine neue „Erzählung“ für das 21. Jahrhundert vorschlägt. „Von uns Menschen verlangt Klimaharmonie, dass wir zur Bewältigung der Klimakrise und der ökologischen Gesamtkrise beitragen und unser Leben im Einklang mit der Erde, ihren Ökosystemen und ihrer Biodiversität gestalten“, schreibt Thun-Hohenstein.

Neues Mindset: Tatsächliche Umweltkosten der Wirtschaft

In seinen Ausführungen verknüpft der MAK-Direktor die Begriffe „Climate Care“, „Planet Healing“ sowie „Digitalisierung”. Neben der Begrenzung der menschengemachten Erderwärmung sei es notwendig, die Beziehung des Menschen zu seinem Heimatplaneten grundsätzlich und im Sinne einer umweltverträglichen Lebensweise neu zu denken. Die Digitalisierung könne und solle dabei helfen. „Erst wenn wir bereit sind, die tatsächlichen Umweltkosten aller wirtschaftlichen Aktivitäten offenzulegen und unsere Lifestyles aufrichtig zu hinterfragen, können wir zukunftsfähige Entscheidungen treffen. Mit der Digitalisierung verfügen wir über exzellente Technologien, um die nötige ökologische Transparenz in Wirtschaft und Gesellschaft herzustellen“, meint Thun-Hohenstein und lässt an der aktuellen Produktionsweise kaum ein gutes Haar: „Das Grundübel der Industrialisierung war die Haltung – und diese ist leider immer noch in erschreckendem Ausmaß verbreitet –, dass man die Erde wie einen Schatz unendlicher Ressourcen nach Belieben plündern und wie eine Hochleistungsmaschine auf maximale Produktionsleistung hochfahren kann. In Wirklichkeit ist die Erde ein feinfühliger Organismus, dem von Menschenhand tiefe Wunden zugefügt wurden und werden.“
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